ANFRAGEN
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Tausche Büro gegen Natur.
Neustart eines Tourismusmanagers.

Arno Kronhofer ist ein Besessener. Und der Mann hat einen Plan, das steht fest. Er ist Obmann des Kärntner Landesverbandes der Bienenzüchter und somit „Außenminister“ für über 3.000 Mitglieder seiner Zunft. Gleichzeitig auch einer von nur 15 Kärntner Wanderlehrern (so nennt man das Lehrpersonal, das Imker aus- und weiterbilden darf). Kronhofer verwendet dabei so imposante Wortkombinationen, wie „Die hohe Kunst der perfekten Völkerführung“ und erklärt mir glaubhaft, dass der Honig dem Homo sapiens so gut tut, weil wir doch „Sonnenwesen“ sind. Der Betriebswirt aus Hermagor war übrigens bis ins späte Frühjahr 2015 Geschäftsführer des Tourismusverbandes Weissensee. Dann wollte er nicht mehr. Besuch bei einem, der heimgekommen ist, um dort zu bleiben.

Ich könnte jetzt gleich mit Monsanto, Bayer & Co. loslegen, den bösen Chemiekonzernen, die ihre Produkte zum Wohl von Mensch und Natur wie ein Schutzschild über die europäische Landwirtschaft legen – genau! Mehr Gesprächs-Dynamit ist aber gar nicht notwendig, denn die Pharmaindustrie hat mit der Imkerei noch kein Geld verdient und wird es auch nicht, versichert mir ein energischer Kronhofer, während wir selbstgemachten Reindling und Kaffee auf seiner Hausbank zu uns nehmen. Dann setzt er nach: „Die Bienenwirtschaft ist der einzige Zweig der Landwirtschaft, in dem es kein zugelassenes Medikament gibt“. Natur-Pur! Das Argument sitzt und macht Mut.

Kronhofer
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Do steh i, i bin a Bauer. Und wennst willst, kannst Urlaub bei mir machen

Es begann im Alter von 2 Jahren, als der junge Arno seine Liebe zu den Hautflüglern entdeckte und gedeihen ließ. Untypisch für einen Imker, wie er meint, waren es anfangs doch die Hummeln, die es ihm angetan hatten und sein Herz zum Rasen brachten. Als 3-Jähriger grub er dann ein solches Nest aus und brachte es dem Opa. Die Kronhofers hatten fortan bis zu 20 Hummelnester rund ums Haus stehen, ein erster Beweis, dass hier jemand drauf und dran ist, seine Be-rufung zu finden. Mit 7 schenkt ihm der Nachbar (endlich) einen eigenen Bienenschwarm und setzt so den Beginn einer Love-Story. Wenn Arno an seine Kindheit am Hof denkt, steigt ihm sofort der Duft eines frisch geöffneten, in Tracht stehenden Bienenstocks (also ein Volk, das von der Natur mit Nektar reich beschenkt wurde) in die Nase. „Und dann herzhaft in a Wabn’ einibeiß’n“, lacht er. Scheinbar ein höchst lukullisches Ereignis, das ich selbst leider nicht näher beurteilen kann. Denke ich hingegen an meine Kindheit und die Bienen der 1980er-Jahre zurück, sehe ich den Nachbar meiner Oma, einen grimmigen alten Mann, der sich jedes Mal wie Neil Armstrong in einen weißen Schutzanzug schmiss, bevor er seine Bienenvölker fliegen ließ. Ein bizarrer und (scheinbar) gefährlicher Moment, bei dem wir Nachbarskinder immer das Weite suchten. Bei Arno Kronhofer ist das natürlich nicht so, er betreibt eine Schauimkerei und teilt seine Gäste schon mal zur freiwilligen und gar nicht gefährlichen Hilfsarbeit am Bienenareal ein. Immerhin handelt es sich bei den 80.000 Insekten um die sanftmütige Carnica-Biene, um die in ganz Europa sowieso ein G’riss herrscht, weil sie so lieb ist. Kronhofer weiß als jahrelanger Destinationsmanager natürlich bestens, dass Spezialisierung in einem eher gesättigten Markt nicht schadet und so sieht er auch sein Angebot als „Urlaub beim Imker“ gut zum bäuerlichen Mitbewerb differenziert. Eine ursprüngliche Landwirtschaft, Sehnsuchtspotential vieler Städter und Klischeebild aus der Werbung, findet man hier nicht. Ein eher modern gehaltener, schnörkelloser Zubau mit großräumigen Appartements lockt auch im Winter viele (internationale) Gäste, die das nah gelegene Nassfeld, Kärntens größtes Skigebiet, schätzen. Und nicht nur das, ein Blick auf Booking.com offenbart eine beachtenswerte 9,7 (Durchschnitt aller Booking-com-Gästebewertungen auf einer Skala, die bei 10 schon endet). Chapeau!

Kronhofer
Kronhofer
Kronhofer

3x Glück: Meine Familie. Die Bienen. Und die Vermieterei

Mit dem Dreierlei aus Imkerei (Honigproduktion und Ausbildung), der Waldwirtschaft und der Vermietung von Ferienappartements scheint die Zukunft der Kronhofers auf gutem Fundament zu stehen. Und die Sehnsucht nach Natur, ehrlichen Produkten ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffen wird auch an der Imkerei nicht spurlos vorüberziehen. So merkt er schon einen Anstieg urban verorteter Menschen, die das Imkerhandwerk erlernen möchten. Ja, unsere Städte werden grün, Urban Gardening macht es ja bereits vor. „Hier am Land hingegen muss es auch Optionen für die jungen Menschen geben, denn ansonsten sitzen bei uns die Alten bald in verfallenen Häusern, wenn die Jungen alle in die Städte drängen“, zeigt er sich nachdenklich. Wahrscheinlich ist sein Statement, das das Problem der Abwanderung im Kern trifft, auch als Motivation gedacht. Ein Appell, dass es ihm seine jungen ländlichen MitbürgerInnen doch gleichtun mögen, als Gemüsebauern oder milchveredelnde Käseproduzenten. Er ist überzeugt davon, dass es Zukunft am Land und als Landwirt gibt. In einer Nische, die jeder für sich selbst finden muss.

Bienen am Balkon. Zukunftsszenario Stadt-Imkerei

Kronhofer

Mit dem Dreierlei aus Imkerei (Honigproduktion und Ausbildung), der Waldwirtschaft und der Vermietung von Ferienappartements scheint die Zukunft der Kronhofers auf gutem Fundament zu stehen. Und die Sehnsucht nach Natur, ehrlichen Produkten ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffen wird auch an der Imkerei nicht spurlos vorüber ziehen. So merkt er schon einen Anstieg urban verorteter Menschen, die das Imkerhandwerk erlernen möchten. Ja, unsere Städte werden grün, Urban Gardening macht es ja bereits vor. „Hier am Land hingegen muss es auch Optionen für die jungen Menschen geben, denn ansonsten sitzen bei uns die Alten bald in verfallenen Häusern, wenn die Jungen alle in die Städte drängen“, zeigt er sich nachdenklich. Wahrscheinlich ist sein Statement, das das Problem der Abwanderung im Kern trifft, auch als Motivation gedacht. Ein Appell, dass es ihm seine jungen ländlichen MitbürgerInnen doch gleich tun mögen, als Gemüsebauern oder milchveredelnde Käseproduzenten. Er ist überzeugt davon, dass es Zukunft am Land und als Landwirt gibt. In einer Nische, die jeder für sich selbst finden muss.

Kronhofer
Kronhofer
Eine Geschichte aufgenommen von Stefan Heinisch

Kronhofer Apartments u. Erlebnis-Imkerei

Arno Kronhofer

Mitschig 9
9620 Hermagor

Eine Frau, die auszog,
um ihren Traum zu leben

Karin Schabus wollte schon immer Bäuerin werden.

Zuhause
bei Freunden.

"Wir freuen uns, wenn wir Ihre Kinder dabei beobachten, wie sie Freundschaft schließen mit unseren Tieren."

Quellwasser, Wald und
radikaler Perspektivenwechsel

Botschafter gibt es viele. Die Mitglieder der charmanten Gesinnungsgemeinschaft „Urlaub am Bauerhof“ zählen einige davon.

Rurale
Intelligenz

Helga Scheiber lebt am Malerhof und Name ist dort Programm.

Heilige
Landschaft

Mario Lugger ist in seiner Heimat, dem Lesachtal, fest verwurzelt. Er betreibt dort mit seiner Familie eine Berglandwirtschaft und das Haus im Wiesengrund.

Unverhofft
kommt oft

Irene Kreschischnig wollte nie Bäuerin werden. Der Gedanke daran war mehr Kindheitstrauma statt Kindheitstraum.

Lesachtaler Backbox
für Tokio.

Im Lesachtal, vor allem um Maria Luggau und Liesing wird die Kultur der Brotherstellung in eigenen Öfen noch stolz praktiziert.

Prototyp
einer Kärntnerin.

Vroni ist der Prototyp einer Kärntnerin. So bewertete ein zufriedener Besucher das empathische Format der Gastgeberin vom Götzfriedhof.

Das Streben
nach Glück

Georg Stampfer war als Kind mit dem Opa viel im Wald und am Feld. Erinnerungen, die prägen.

Nudelproduktion
im Adlerhorst.

Sonja und Didi Klancnik betreiben ein kleines Bergbauernhof-Refugium in der Gemeinde, die den südlichsten Punkt Österreichs markiert.

Almdudler selbst gemacht.
Am Metnitztaler Bio-Kräuter-Bauernhof.

Monika Geyer steht im Dienste des Gastes. Und das seit 35 Jahren. Mit einer herzlichen Willkommenskultur sorgt der Nebenerwerb stets auch für Freude und Ausgleich vom Hofalltag.

Drums & Horses.
Slowtravel-Renaissance am Wörthersee

Silvester Gabalier musste Bauer werden. Das war vom Elternhaus so vorbestimmt. Er wurde es auch, weil er es auch wollte.

Die Urlaubsmacher
der Glantaler Beletage

Trotz einer schönen Kindheit wollte sie aber nie Bäuerin werden.
Die Städte, die große weite Welt wollte sie entdecken.

Die Erbgut-Beschützer
vom Auszeit-Hof

Der malerischen Sturm-Archehof am Fuße des Großglockners .

Genussvolle
Sternstunden
mit Ausblick

Am Fuße des
Weltenberges Mirnock

Die Am-Wasser-Lieblings-
Aus-Zeit des Jungbauern.

Thomas Winkler führt seit zwei Jahren in bereits 14. Generation den überaus frischen Ferienhof Neusacher-Moser am Weissensee.

Tausche Büro gegen Natur.
Neustart eines Tourismusmanagers.

Arno Kronhofer ist ein Besessener.
Und der Mann hat einen Plan, das steht fest.

Wenn dich Alpaka-Wolle
auf Wolken bettet...

Hüttenurlaub mit
südamerikanischen Träumen

„Howdy“
auf Kärntnerisch

Den Wilden Westen hautnah erleben.

Ab in die
Brotbackstube

Am Landgut Moserhof kann
man nach Herzenslust Urlaub machen.

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